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Belehrung für Personen im Umgang mit Lebensmitteln

Seit dem 15. März 2021 findet die Belehrung für Personen im Umgang mit Lebensmitteln über einen Dienstleister in Form eines Online-Seminars statt, für das Sie sich hier anmelden können:

https://ler.gotzg.de/

Ablauf des Online-Verfahrens:
Hinweis: Die Daten werden datenschutzkonform übertragen.

  1. Die Belehrung findet online statt, das bedeutet, Sie müssen nirgendwo hinfahren. Sie können die Belehrung bequem von zu Hause, beim Arbeitgeber oder wie es für Sie passend ist, erledigen. Sie benötigen einen PC, ein Notebook, Tablet oder ein Smartphone und eine stabile Internetverbindung. Bitte starten Sie Ihr Gerät 10 Minuten vor Ihrem Belehrungstermin und geben Sie folgenden Link ein: https://gotzg.de/
  2. Sie werden zum gebuchten Termin von uns per WhatsApp (alternativ FaceTime) Video zur Identifizierung angerufen.
  3. Sie zeigen sich und Ihren amtlichen Lichtbildausweis über Ihre Kamera, so dass ein Vergleich möglich ist.
  4. Wir erklären kurz den Ablauf und Sie erhalten einen personalisierten Seminarcode zur Freischaltung der Anwendung.
  5. Sie schauen sich in der Online-Belehrung einen Belehrungsfilm an und lesen sich ein Merkblatt durch. Auch das Merkblatt steht in unterschiedlichen Sprachen zur Verfügung.
  6. Zum Abschluss der Online-Belehrung absolvieren Sie einen Test mit fünf Fragen. Der Test kann wiederholt werden.
  7. Sie haben die Möglichkeit, auf freiwilliger Basis das Online-Belehrungssystem und den Service zu bewerten. Wir freuen uns auf Ihr Feedback.
  8. Eine Bescheinigung über die erfolgreich absolvierte Belehrung steht im Anschluss sofort zum Download zur Verfügung.

Wenn Sie erstmalig außerhalb des privaten hauswirtschaftlichen Bereichs Lebensmittel herstellen, behandeln oder in Verkehr bringen möchten, benötigen Sie einen Nachweis über eine Belehrung (Gesundheitszeugnis) nach § 43 des Infektionsschutzgesetzes.

Die ausgestellte Bescheinigung darf bei erstmaliger Aufnahme der Tätigkeit nicht älter als drei Monate sein.

Für das so genannte „Gesundheitszeugnis" waren bis zum 31.12.2000 Untersuchungen durch das Bundesseuchengesetz gesetzlich vorgeschrieben. Dieses Gesetz wurde zum 01.01.2001 durch das Infektionsschutzgesetz (IfSG) abgelöst.

An Stelle der früheren Untersuchung ist jetzt eine Belehrung getreten. Statt eines "Gesundheitszeugnisses" gibt es heute eine Bescheinigung des Gesundheitsamtes über die Belehrung.

„Gesundheitszeugnisse" nach dem alten Bundesseuchengesetz behalten ihre Gültigkeit. Eine erneute Belehrung durch das Gesundheitsamt ist nicht notwendig.

Zusätzliche Informationen:

In vielen Lebensmitteln können sich bestimmte Krankheitserreger besonders leicht vermehren. Durch den Verzehr von derartig mit Mikroorganismen verunreinigten Lebensmitteln können Menschen an Lebensmittelinfektionen oder -vergiftungen schwer erkranken. In Gaststätten oder Gemeinschaftseinrichtungen kann davon eine große Anzahl von Menschen betroffen sein. Aus diesem Grunde werden alle Personen, die beruflichen Umgang mit Lebensmittel haben, vom Gesundheitsamt vor erstmaliger Aufnahme der Tätigkeit belehrt. Zudem müssen sie persönlich erklären, dass bestimmte Erkrankungen bei ihnen nicht vorliegen. Von jedem Beschäftigten muss zum Schutz des Verbrauchers und zum eigenen Schutz ein hohes Maß an Eigenverantwortung und Beachtung von Hygieneregeln verlangt werden.


Wer benötigt eine Bescheinigung des Gesundheitsamts?
Jede Person, die in Küchen von Gaststätten, Kantinen oder sonstigen Einrichtungen zur Gemeinschaftsverpflegung tätig ist, oder die gewerbsmäßig bestimmte Lebensmittel herstellt, behandelt oder in Verkehr bringt und dabei mit ihnen direkt oder indirekt (z.B. über Geschirr, Bestecke und andere Arbeitsmaterialien) in Berührung kommt.

Im Einzelnen handelt es sich dabei um folgende Lebensmittel: Fleisch, Geflügelfleisch und Erzeugnisse daraus, Milch und Erzeugnisse auf Milchbasis, Fische, Krebse oder Weichtiere und Erzeugnisse daraus, Eiprodukte, Säuglings- oder Kleinkindernahrung, Speiseeis und Speiseeishalberzeugnisse, Backwaren mit nicht durchgebackener oder durcherhitzter Füllung oder Auflage, Feinkost-, Rohkost- und Kartoffelsalate, Marinaden, Mayonnaisen, andere emulgierte Soßen, Nahrungshefen.


Gründe für ein Tätigkeitsverbot im Lebensmittelbereich
Das Infektionsschutzgesetz bestimmt, dass Sie die oben genannten Tätigkeiten nicht ausüben dürfen, wenn bei Ihnen Krankheitserscheinungen (Symptome) auftreten, die auf eine der folgenden Erkrankungen hinweisen oder die ein Arzt bei Ihnen festgestellt hat: akute infektiöse Gastroenteritis (plötzlich auftretender, ansteckender Durchfall, „Magen-Darm-Grippe“), ausgelöst durch Salmonellen, Shigellen, Cholerabakterien, Staphylokokken, Campylobacter, Rotaviren oder andere Durchfallerreger. Typische Krankheitszeichen: Durchfall mit mehr als zwei dünnflüssigen Stühlen pro Tag, ggf. mit Übelkeit, Erbrechen und Fieber. Milchig-weiße Durchfälle mit hohem Flüssigkeitsverlust können auf Cholera hinweisen.

Typhus oder Paratyphus: Typische Krankheitszeichen: hohes Fieber mit schweren Kopf-, Bauch- oder Gelenkschmerzen und Verstopfung (erst nach Tagen folgt schwerer Durchfall) Virushepatitis A oder E (infektiöse Leberentzündung, „Gelbsucht“) - typische Krankheitszeichen: Gelbfärbung der Haut und/oder der Augäpfel mit Schwäche und Appetitlosigkeit Infizierte Wunden oder eine Hautkrankheit, bei denen Krankheitserreger über Lebensmittel auf andere Menschen übertragen werden können. Wunden oder offene Stellen von Hauterkrankungen können infiziert sein, wenn sie gerötet, schmierig belegt, nässend oder geschwollen sind.

Wenn die Untersuchung einer Stuhlprobe den Nachweis eines der folgenden Krankheitserreger ergeben hat: Salmonellen; Shigellen; Enterohämorrhagische Escherichia coli-Bakterien (EHEC); Cholera-Bakterien (Choleravibrionen). Wenn diese Bakterien ausgeschieden werden, ohne dass man sich krank fühlen muss, besteht ebenfalls ein Tätigkeitsverbot im Lebensmittelbereich.

Was Sie zur Verhütung lebensmittelbedingter Infektionen beitragen können
Waschen Sie sich vor Arbeitsantritt, vor jedem neuen Arbeitsgang und selbstverständlich nach jedem Toilettenbesuch gründlich die Hände mit Seife unter fließendem Wasser. Verwenden Sie zum Händetrocknen Einweghandtücher. Legen Sie vor Arbeitsbeginn Fingerringe und Armbanduhr ab. Tragen Sie saubere Schutzkleidung (Kopfhaube, Kittel, Handschuhe, Schuhe für Innenräume). Husten oder niesen Sie nie auf Lebensmittel. Decken Sie kleine, saubere Wunden an Händen und Armen mit wasserundurchlässigem Pflaster ab.

Besondere Hinweise für Arbeitgeber/Dienstherren
Auch Arbeitgeber/Dienstherren haben die persönliche Erklärung abzugeben, sofern sie zu dem im Merkblatt des Gesundheitsamtes ausgeführten Personenkreis gehören. Sie dürfen die im Merkblatt des Gesundheitsamts beschriebenen Tätigkeiten nur ausüben, wenn Sie eine Bescheinigung erhalten haben oder im Besitz eines Gesundheitszeugnisses gemäß § 18 Bundes-Seuchengesetz sind.

Bei erstmaliger Ausübung der Tätigkeit darf die Bescheinigung des Gesundheitsamts nicht älter als drei Monate sein. Sie haben Personen, die die im Merkblatt des Gesundheitsamts genannten Tätigkeiten ausüben, nach Aufnahme ihrer Tätigkeit und im weiteren alle zwei Jahre über die aufgeführten Bestimmungen des Infektionsschutzgesetzes zu belehren und die Teilnahme an der Belehrung zu dokumentieren. Sie haben Ihre eigene Bescheinigung und die Ihrer Beschäftigten, sowie die Dokumentation über die letzte Belehrung an der Arbeitsstätte verfügbar zu halten und den Mitarbeitern der zuständigen Behörde alle genannten Bescheinigungen auf Verlangen vorzulegen. Bei Tätigkeiten an wechselnden Standorten genügt die Vorlage einer beglaubigten Kopie.

Haben Sie selbst oder einer Ihrer Beschäftigten eine der im Merkblatt des Gesundheitsamtes genannten Symptome, ist eine der dort genannten Erkrankungen oder die Ausscheidung einer der aufgezählten Krankheitserreger ärztlich festgestellt worden, so müssen Sie Hygienemaßnahmen ergreifen, die geeignet sind, eine Weiterverbreitung der Krankheitserreger an der Arbeitsstätte zu verhindern. Auskunft hierzu erteilt die Behörde für Lebensmittelüberwachung und Ihr Gesundheitsamt.

Diese Belehrung ersetzt nicht die regelmäßige Belehrung nach der Lebensmittelhygiene-Verordnung. 

Kontakt

Gesundheitsamt
Jahnstraße 4
26789 Leer (Ostfriesland)
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Telefon: 0491 926-1108
Fax: 0491 926-1140 (Gesundheitsamt)
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