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Aufenthalt im Ausland & Reiserückkehr

Wooden direction sign with the German words vacation and Covid-1

Seit dem 1. August gilt eine neue Verordnung zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Grundsätzlich müssen alle Einreisenden ab zwölf Jahren über einen negativen Testnachweis, einen Genesenen-Nachweis oder den Nachweis einer vollständigen Impfung verfügen - unabhängig davon, von wo aus und auf welchem Weg sie ins Land kommen.

Darstellung zum Download als PDF:

Corona-Einreiseregeln als Übersicht (PDF, 383 kB)


Einreise aus einem Hochrisikogebiet oder einem Virusvariantengebiet?

Grundlage für die folgenden Informationen ist die Coronavirus-Einreiseverordnung.

Personen, die aus dem Ausland in die Bundesrepublik Deutschland einreisen und sich in den letzten 10 Tagen vor der Einreise in einem Hochrisikogebiet oder Virusvariantengebiet aufgehalten haben, haben grundsätzlich die folgenden drei Pflichten zu erfüllen:

Anmeldepflicht

Personen, die nach Deutschland einreisen und die sich zu einem beliebigen Zeitpunkt in den letzten zehn Tagen vor der Einreise in einem Hochrisikogebiet / Virusvariantengebiet aufgehalten haben, sind verpflichtet, der zuständigen Behörde vor der Einreise ihre personenbezogenen Angaben, das Datum ihrer voraussichtlichen Einreise, ihre Aufenthaltsorte der zehn Tage vor und die geplanten Aufenthaltsorte der zehn Tage nach der Einreise und das für die Einreise genutzte Reisemittel mitzuteilen.

Darüber hinaus sind Angaben zu machen, ob ein Impfnachweis, ein Testnachweis bzw. Genesenennachweis vorliegt und ob typische Anhaltspunkte für eine Infektion mit dem Coronavirus vorliegen.


Diese Pflicht ist durch eine digitale Einreiseanmeldung zu erfüllen:

https://www.einreiseanmeldung.de

Sofern eine digitale Einreiseanmeldung vor Einreise nicht möglich war, ist stattdessen eine vollständig ausgefüllte Ersatzmitteilung mitzuführen.

Nachweispflicht (getestet, genesen oder geimpft)

Grundsätzlich müssen ALLE Einreisenden ab zwölf Jahren über einen negativen Testnachweis, einen Genesenen-Nachweis oder den Nachweis einer vollständigen Impfung verfügen - unabhängig davon, von wo aus und auf welchem Weg sie ins Land kommen. Auch die Dauer des Aufenthaltes ist nicht relevant

Wichtiger Hinweis: Für die Nachweispflicht gelten seit dem 1. August keine Ausnahmen mehr. Ein Nachweis ist somit auch bei einem Kurzaufenthalt unter 24 Stunden im Ausland erforderlich.

Als Nachweis kommen in Betracht:

  • Testnachweis: Negatives PCR- oder PoC-PCR-Testergebnis, das nicht älter als 72h ist, oder negativer Antigen-Schnelltest, dessen zugrunde liegende Testung bei Einreise aus einem Risiko- oder Hochinzidenzgebiet nicht älter als 48h und bei Einreise aus einem Virusvariantengebiet nicht älter als 24h ist)

  • Genesenennachweis: Positiver PCR- oder PoC-PCR-Test bzw. Bescheinigung der Behörde, der das Vorliegen einer vorherigen COVID-19-Infektion, die mindestens 28 Tage und maximal 6 Monate zurückliegt, bestätigt.

  • Impfnachweis: Bestätigung einer vollständigen Schutzimpfung gegen das SARS-CoV-2 Virus. Die letzte erforderliche Impfdosis muss dabei mindestens 14 Tage vor der Einreise verabreicht worden sein. Sofern der Impfpass als Nachweis dient, ist darauf zu achten, dass die Personendaten erkennbar sind (ein einfaches Foto von der Innenseite des Impfpasses reicht nicht aus, da auf der Innenseite keine Personendaten zu erkennen sind).
    Als Impfnachweis wird ebenfalls die Bestätigung einer einmaligen Impfung einer genesenen Person akzeptiert. In diesem Fall müssen Genesenennachweis und Impfnachweis vorliegen.

Bei der Einreise nach Deutschland müssen Personen bereits vor der Abreise zum Zwecke der Vorlage gegenüber dem Beförderer über einen Test-, Genesenen-, oder Impfnachweis verfügen. Dies gilt unabhängig davon, ob es sich bei dem Land des Abfluges um ein Hochrisikogebiet / Virusvariantengebiet oder nicht handelt. 


Besonderheit: Zusätzlicher Test bei Einreise aus "Virusvariantengebiet"

Bei Einreise aus einem Virusvariantengebiet ist immer auch ein aktueller Testnachweis notwendig. Hier reicht eine Impf- oder Genesenenbescheinigung alleine nicht aus.

Absonderungs- bzw. Quarantänepflicht

Personen, die nach Deutschland einreisen und sich zu einem beliebigen Zeitpunkt in den letzten zehn Tagen vor der Einreise in einem Hochrisikogebiet aufgehalten haben, sind verpflichtet, sich unverzüglich nach der Einreise auf eigene Kosten auf direktem Weg in ihre Haupt- oder Nebenwohnung oder in eine andere, eine Absonderung ermöglichende Unterkunft zu begeben und sich für einen Zeitraum von zehn Tagen nach ihrer Einreise ständig dort abzusondern. Diesen Personen ist es in diesem Zeitraum nicht gestattet, Besuch von Personen zu empfangen, die nicht ihrem Hausstand angehören.

Für die Einreise aus einem Virusvariantengebiet gilt eine Quarantäne von 14 Tagen.


Beendigung der Quarantäne für Genesene, Geimpfte und negativ Getestete

Hochrisikogebiet

Getestete Personen können die Quarantäne durch einen Testnachweis frühestens am 5. Tag nach der Einreise beenden. Die zugrunde liegende Testung darf frühestens am 5. Tag nach der Einreise vorgenommen werden.

Geimpfte und genesene Personen können die Quarantäne dagegen bereits beenden, sobald sie den Genesen- bzw. Impfnachweis an das zuständige Gesundheitsamt übermitteln.

Virusvariantengebiet

Für Einreisen aus Virusvariantengebieten besteht keine Möglichkeit, die Quarantänedauer zu verkürzen. Sie beträgt hier stets 14 Tage.


Ausnahmen von der Quarantäne/Absonderungs-Pflicht

Für folgende Personengruppen gilt u.a. eine Ausnahme von der Quarantänepflicht:

  • Personen, die im Rahmen des sog. kleinen Grenzverkehrs reisen, und sich nicht länger als 24 Stunden im Hochrisikogebiet / Virusvariantengebiet aufhalten
  • Grenzpendler/innen oder –gänger/innen, die nachweislich zwingend notwendig berufs-, studien- oder ausbildungsbedingt in ein Hochrisikogebiet / Virusvariantengebiet einreisen bzw. aus einem Hochrisikogebiet / Virusvariantengebiet ausreisen. Diese müssen außerdem regelmäßig, mindestens einmal wöchentlich an ihren Wohnsitz zurückkehren und angemessene Schutz- und Hygienekonzepte einhalten. Die Einhaltung angemessener Schutz- und Hygienekonzepte sowie die zwingende Notwendigkeit der Dienstreise muss der Arbeitgeber, der Auftraggeber die Bildungseinrichtung bzw. die Ausbildungsstelle bescheinigen.
  • Durchreisende, solange diese das Gebiet der BRD auf schnellstem Weg wieder verlassen
  • Beschäftigte im Waren- und Gütertransport, Personentransport, für das Gesundheitswesen unabdingbare Personen sowie hochrangige Diplomaten, Vertreter von Parlamenten und Regierungen, die sich nicht länger als 72 Stunden im Risikogebiet aufgehalten und dabei angemessene Schutz- und Hygienemaßnahmen eigehalten haben

Nähere Informationen zu Ausnahmen der Quarantänepflicht finden Sie in der Coronavirus-Einreiseverordnung.

Bitte beachten Sie: Für Personen, die seit mindestens 14 Tagen abgeschlossen geimpft sind und Personen, die als genesen gelten, können Ausnahmen von der Anmelde- und Quarantänepflicht bestehen.

Für Personen, die weder vollständig geimpft noch genesen sind, gelten bei Einreise grundsätzlich die Anmelde-, Test- und Quarantänepflicht. Von diesen Pflichten bestehen jedoch zahlreiche Ausnahmen.

Ob eine Ausnahme von diesen Pflichten besteht, hängt ab von Grund und Dauer des Aufenthalts im Ausland oder in Deutschland und von der Einstufung des ausländischen Gebietes, in welchem sich der Einreisende in den letzten zehn Tagen aufgehalten hat.

Weitere Informationen zum Themengebiet “Reisen & Tourismus“ hat das Land Niedersachsen zusammengestellt.


Einreise aus anderen Gebieten?

Das Auswärtige Amt warnt vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in eine Vielzahl an Ländern. Seit dem 1. Oktober 2020 gelten dabei wieder länderspezifische Reise- und Sicherheitshinweise. Reisende sollten generell besondere Vorsicht walten lassen und sich vorab über die Reise- und Sicherheitshinweise über die Situation in ihrem Reiseland informieren.

Grundsätzlich müssen alle Einreisenden ab zwölf Jahren über einen negativen Testnachweis, einen Genesenen-Nachweis oder den Nachweis einer vollständigen Impfung verfügen - auch bei der Einreise aus Ländern, die nicht durch das RKI als Hochrisikogebiet / Virusvariantengebiet ausgewiesen wurden.

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