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Informationen, Fragen & Antworten zum Coronavirus

Stand der Seite: 30. März, 18 Uhr

Auf dieser Seite hat der Landkreis Leer aktuelle Meldungen aus der Kreisverwaltung, Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ), Hygienetipps und Handlungsempfehlungen zum Coronavirus aufgeführt bzw. verlinkt.

Aktuelle Lage: Landrat Matthias Groote berichtet täglich im Video-Statement

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Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.


Aktuelle Meldungen aus dem Kreishaus

Einschränkungen des sozialen Lebens: Schließungen & Kontaktverbot

Bund und Länder haben am 22. März 2020 folgende Leitlinien zur Beschränkung sozialer Kontakte beschlossen:

  1. Die Bürgerinnen und Bürger werden angehalten, die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren.

  2. In der Öffentlichkeit ist, wo immer möglich, zu anderen als den unter 1. genannten Personen ein Mindestabstand von mindestens 1,5 m einzuhalten.

  3. Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet.

  4. Der Weg zur Arbeit, zur Notbetreuung, Einkäufe, Arztbesuche, Teilnahme an Sitzungen, erforderlichen Terminen und Prüfungen, Hilfe für andere oder individueller Sport und Bewegung an der frischen Luft sowie andere notwendige Tätigkeiten bleiben selbstverständlich weiter möglich.

  5. Gruppen feiernder Menschen auf öffentlichen Plätzen, in Wohnungen sowie privaten Einrichtungen sind angesichts der ernsten Lage in unserem Land inakzeptabel. Verstöße gegen die Kontakt-Beschränkungen sollen von den Ordnungsbehörden und der Polizei überwacht und bei Zuwiderhandlungen sanktioniert werden.

  6. Gastronomiebetriebe werden geschlossen. Davon ausgenommen ist die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause.

  7. Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Friseure, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe werden geschlossen, weil in diesem Bereich eine körperliche Nähe unabdingbar ist. Medizinisch notwendige Behandlungen bleiben weiter möglich.

  8. In allen Betrieben und insbesondere solchen mit Publikumsverkehr ist es wichtig, die Hygienevorschriften einzuhalten und wirksame Schutzmaßnahmen für Mitarbeiter und Besucher umzusetzen.


Das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung regelt auf Grundlage der Leitlinien in einer Allgemeinverfügung die Beschränkung von Sozialen Kontakten. Sie umfasst unter anderem die Regelungen zum Aufenthalt im öffentlichen Raum, der Beschränkung auf eine Höchstzahl von zwei Personen und die Schließungen von weiteren gewerblichen Einrichtungen:

Die Allgemeinverfügung zum Download als PDF:

Kontaktbeschränkungen Allgemeinverfügung Land Niedersachsen 22.03.2020 (PDF, 221 kB)



Um die Bevölkerung vor der Verbreitung des Coronavirus zu schützen, hat der Landkreis Leer zusätzlich diverse Allgemeinverfügungen erlassen. Dadurch werden die sozialen Kontakte in der Öffentlichkeit deutlich eingeschränkt. Die Verfügungen gelten bis einschließlich 18. April.

Bars, Kneipen, Diskotheken, Kino und Sportbetrieb + Friseure, Fahrschulen etc.

So werden beispielsweise Bars, Kneipen und Diskotheken ab sofort geschlossen, Gleiches gilt für Einrichtungen wie Theater, Museen und Bibliotheken, Kinos und Spielhallen. Eingestellt werden muss auch der Sportbetrieb.

Nachtrag durch die Allgemeinverfügung des Landes Niedersachsen (Gültig ab dem 23.03.2020):
Alle nicht dringend notwendigen Dienstleistungen, bei denen der Mindestabstand von 1,5 m von Mensch zu Mensch nicht eingehalten werden kann, sind untersagt. Dies gilt insbesondere für Frisörinnen und Frisöre, Tatoostudios, Nagelstudios, Kosmetikstudios, Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten (Ausnahme: Eine Behandlung ist durch ärztliche Bescheinigung als unaufschiebbar erklärt), Fahrschulen, Fahrlehrerausbildungsstätten und anerkannte Aus- und Weiterbildungsstätten nach dem BKrFQG.

Notwendige Dienstleistungen sind insbesondere Optiker und Hörgeräteakustiker.

Einzelhandelsgeschäfte

Ebenfalls geschlossen werden Einzelhandelsgeschäfte, sofern sie nicht bestimmten Versorgungszwecken für die Bevölkerung dienen. Geöffnet bleiben dürfen daher beispielsweise Lebensmittelmärkte, Wochenmärkte, Apotheken und Drogerien, aber auch Banken und Sparkassen, Post.

Restaurants, Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze

Am 18. März wurde mit einer weiteren Allgemeinverfügung die Regelung für gastronomische Betriebe wie Restaurants, Cafés und Beherbergungsstätten bestimmt.

Sie untersagt Betreibern etwa von Hotels und Campingplätzen sowie Vermietern von Ferienwohnungen und Ferienzimmern, Urlauber zu beherbergen. Dies gilt auch für Kureinrichtungen und präventive Reha-Einrichtungen. Urlauber, die zurzeit noch beherbergt werden, müssen ihre Rückreise antreten – möglichst schon am 19. März, spätestens aber bis zum 25. März 2020.

Die Unterbringung von Personen aus gewerblichen Gründen wurde hiervon ausgenommen. Es geht dabei beispielsweise um die Unterbringung von Saisonkräften, Erntehelfern oder Werkvertragsarbeitern:

Informationsblatt Unterbringung in Sammelunterkünften (PDF, 287 kB)


Seit dem 20. März gilt eine neue Allgemeinverfügung für Restaurants, Speisegaststätten und Mensen. Diese sind nun für den Publikumsverkehr zu schließen. Ausnahmen gelten, wenn die Betriebe Speisen und Getränken nach telefonischer oder elektronischer Be­stellung im Rahmen eines Außerhausverkaufs für den täglichen Bedarf verkaufen. Dieses gilt auch für gastronomische Lieferdienste.

Einschränkungen gibt es auch beim Betreten von Werkstätten und Tagesförderstätten für behinderte Menschen sowie vergleichbare ambulante und teilstationäre Angebote der Eingliederungshilfe. Für bestimmte Gruppen gibt es Betretungsverbote. Die Träger müssen darüber hinaus sicherstellen, dass Abstands- und Hygieneregeln eingehalten und Nahkontakte soweit wie möglich verhindert werden.


Allgemeinverfügung des Landkreises Leer zur Schließung Restaurants, Speisegaststätten, Systemgastronomie, Imbisse und Mensen für Publikumsverkehr 20. März 2020

Allgemeinverfügung des Landkreises Leer zur Beschränkung von sozialen Kontakten im öffentlichen Bereich 18. März 2020

Allgemeinverfügung des Landkreises Leer zur Beschränkung von sozialen Kontakten im öffentlichen Bereich 17. März

Regelungen für die Insel Borkum

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus hat der Landkreis Leer eine  Allgemeinverfügung für Borkum erlassen. Vom 19. März an wird der Zugang zur Insel Borkum eingeschränkt: Personen, die dort nicht ihren ersten Wohnsitz haben, dürfen die Insel nicht mehr betreten. Es gibt jedoch Ausnahmen für Arbeitnehmer, medizinisches Personal oder die Inselversorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs.

Urlauber, aber auch Kur- und Rehagäste, die zurzeit noch beherbergt werden, müssen ihre Rückreise antreten – möglichst schon am 19. März, spätestens aber bis zum 25. März 2020.

In der Allgemeinverfügung vom 19. März wird die Nutzung einer Nebenwohnung bzw. Zweitwohnung auf Borkum untersagt, sofern sie nicht aus zwingend beruflichen sowie ehe-, sorge und betreuungsrechtlichen Gründen erfolgt.

Der Landkreis fordert all die Personen, die zurzeit eine Nebenwohnung auf der Insel Borkum bewohnen, auf, diese bis zum kommenden Mittwoch, den 25. März, zu verlassen und die Rückreise anzutreten.

Luftbild von Borkum
© Klaus Ortgies 

Grund für die Abriegelung ist, dass die Gesundheitssysteme der Inseln nicht auf eine größere Zahl von mit dem Coronavirus infizierten Menschen vorbereitet sind. Die Maßnahme dient damit sowohl dem Schutz der Inselbevölkerung als auch dem Schutz der Gäste. Insbesondere sind die Kapazitäten der Intensivmedizin auf den Inseln nicht auf schwere Erkrankungsverläufe ausgelegt.

Die Pressemitteilung der Niedersächsischen Staatskanzlei unter https://www.stk.niedersachsen.de/startseite/presseinformationen/zugang-zu-den-inseln-fur-touristen-unterbunden-186193.html  

Allgemeinverfügung zur Beschränkung der Nutzung einer Nebenwohnung auf der Insel Borkum

Allgemeinverfügung zur Beschränkung des Zugangs zur Insel Borkum     
 

Maßnahmen für Krankenhäuser & Pflegeeinrichtungen

Maßnahmen zum Schutz der Bewohner und Beschäftigten von Krankenhäusern & Pflegeeinrichtungen

Der Landkreis Leer erlässt zum Schutz der Patienten in Krankenhäusern und der Bewohner in Pflegeeinrichtungen im Kreisgebiet folgende Allgemeinverfügung:

  • Der Zugang zu Patienten in Krankenhäusern sowie zu Bewohnern in teilstationären und stationären Einrichtungen der Pflege, Einrichtungen, in denen über Tag und/oder über Nacht Leistungen der Eingliederungshilfe erbracht werden und Einrichtungen gem. § 2 Abs. 2 NuWG zu Besuchszwecken wird mit sofortiger Wirkung untersagt.

    Ausnahmen sind geboten bei werdenden Vätern und Patienten und Bewohnern mit palliativer Versorgung. Ebenso gilt eine Ausnahme, wenn es sich um Patienten unter 14 Jahren handelt. In diesem Fall ist der Besuch jeweils eines Erziehungsberechtigten erlaubt. In diesem Fall ist der Besuch jeweils eines Erziehungsberechtigten erlaubt. Weitere Ausnahmen können in Absprache mit der jeweiligen Einrichtung zugelassen werden, insbesondere bei pflegerischer oder medizinischer Notwendigkeit.
  • Die Allgemeinverfügung des Landkreises Leer über die Vorsichtsmaßnahmen zum Schutz der Bewohner sowie Beschäftigten der Pflegeeinrichtungen im Kreisgebiet vom 13.03.2020 wird hiermit aufgehoben.

Allgemeinverfügung über die Vorsichtsmaßnahmen zum Schutz der Patienten in Krankenhäusern und der Bewohner in Pflegeeinrichtungen im Kreisgebiet (PDF, 116 kB)

Sporthallen und Kultureinrichtungen des Landkreises Leer geschlossen

Zusätzlich hat die Kreisverwaltung beschlossen: Schulen, Sporthallen und Sportstätten des Landkreises Leer werden bis auf weiteres der außerschulischen Nutzung entzogen. Sie folgt damit der Empfehlung der Landesregierung vom heutigen Tag, 13. März, jedwede vermeidbare Ausbreitungswege zu unterbinden und soziale Kontakte auf ein notwendiges Minimum zu beschränken.

Ab dem 14. März sind ebenfalls folgende Kultureinrichtungen des Landkreises Leer bis zum 19. April geschlossen: Schloss Evenburg, Ehemalige Jüdische Schule Leer, Kunsthaus Leer und das Gut Stikelkamp. Auch die Kreismusikschule wird geschlossen, der Unterricht und alle Veranstaltungen werden bis 19. April abgesagt.

Die Entscheidungen wurden auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes und des Niedersächsischen Gesetzes über den öffentlichen Gesundheitsdienst und des Niedersächsischen Gesetzes über unterstützende Wohnformen zur Eindämmung der Atemwegserkrankung „Covid-19“ getroffen.


Weitere Mitteilungen & Regelungen des Landkreises Leer:


Kindernotbetreuung: Ein Elternteil in besonders benötigter Berufsgruppe reicht jetzt aus

Land Niedersachsen weitet Anspruch aus / Auch in den Osterferien Notbetreuung in Schulen und Kindertageseinrichtungen

Aufgrund der offiziellen Weisung des Landes Niedersachsen vom 13. März, wird seit dem 16. März vorsorglich der Besuch von allen allgemein- und berufsbildenden Schulen (von Grundschulen bis zu Gymnasien), auch Schulen in freier Trägerschaft, und Kindertagesstätten, Horten und Einrichtungen der Kindertagespflege im Landkreis Leer bis zum 18. April untersagt. Damit soll eine schnelle Verbreitung des Coronavirus verhindert werden.

Weil nach dem Erlass zahlreiche Fragen zum Thema Notbetreuung bestanden, wurde er nun weiter erläutert und dabei der Anspruch auf Notbetreuung ausgeweitet. Dies sei für die Funktionsfähigkeit der ambulanten und stationären medizinischen Versorgung zwingend erforderlich.     


Folgendes steht aktuell fest:

  • Die Notbetreuung ist weiterhin auf das zwingend Notwendigste zu begrenzen: Denn in Schulklassen und in den Gruppen der Kinderbetreuung können Nahkontakte zwischen den Kindern nicht verhindert werden. Mit der Folge, dass sich das Virus schnell ausbreiten kann.

  • Laut Land ist es nun für eine Notbetreuung ausreichend, wenn nur ein Elternteil (eine Person) im Bereich der sogenannten kritischen Infrastruktur, insbesondere im Gesundheitsbereich tätig ist und ohne Notbetreuung an der Ausübung der Berufstätigkeit gehindert wäre. Zuvor mussten beide Erziehungsberechtigen in einer besonders benötigten Berufsgruppe arbeiten.

  • Letztlich kann der betroffene Personenkreis nicht abschließend aufgezählt werden, so dass unter Nutzung der Erfahrungen und Notwendigkeiten vor Ort, gegebenenfalls in Abstimmung zwischen Arbeitgeber, Arbeitnehmerin und Arbeitnehmer und notbetreuender Stelle, eine Einzelfalllösung zu finden ist.

  • Vor Inanspruchnahme der Notbetreuung durch Erziehungsberechtigte sind anderweitige Betreuungsmöglichkeiten vollständig auszuschöpfen, das gilt sowohl für Tätigkeiten in kritischen Infrastrukturen als auch in Härtefallsituationen (hierzu zählt z.B. Urlaub oder Home-Office des Partners).

  • Auch in den Osterferien wird die Notbetreuung in Kindertageseinrichtungen und Schulen vorgehalten.

 

AUSNAHMEFÄLLE

Die Notbetreuung ist lediglich für zwei Fallgruppen von Ausnahmefällen vorgesehen:

1. für Berufsgruppen, die zur Sicherstellung grundlegender Aspekte in sogenannten kritischen Infrastrukturen sowie der Daseinsvorsorge tätig sind. Das sind insbesondere:  

  • Beschäftigte im Gesundheitsbereich, medizinischen Bereich und pflegerischen Bereich,
  • Beschäftigte zur Aufrechterhaltung der Staats- und Regierungsfunktionen, 
  • Beschäftigte im Bereich der Polizei, Rettungsdienst, Katastrophenschutz und Feuerwehr,
  • Beschäftigte im Vollzugsbereich einschließlich Justizvollzug, Maßregelvollzug und vergleichbare Bereiche
  • Beschäftigte, die die grundlegende Versorgung der Bevölkerung mit wesentlichen Gütern und Dienstleistungen sicherstellen.

2. für Personen, die einen besonderen Härtefall darstellen, nämlich bei

  • drohender Kündigung,
  • erheblichem Verdienstausfall oder
  • gesundheitlicher Disposition.

Der Härtefall „erheblicher Verdienstausfall“ ist nur gegeben, sofern

  • dieser Elternteil als Hauptverdiener einen erheblichen Verdienstausfall erleiden würde, der eine existenzbedrohende Wirkung hat und
  • keine andere Betreuungsmöglichkeit in Betracht kommt und
  • dieser Elternteil unabkömmlich ist (z. B. Urlaub nicht möglich).

Der Härtefall ist durch verbindliche Nachweise zu belegen, insbesondere müssen Erziehungsberechtigte in ihrer Einrichtung ihre letzten beiden Verdienstbescheinigungen sowie eine Bescheinigung des Arbeitsgebers bezüglich der Unabkömmlichkeit vorlegen.


Über den Antrag entscheiden die Einrichtungsträger vor Ort.

Um die Infektionsketten zu unterbinden, aber auch um das Kindeswohl zu wahren, sollte die Notbetreuung in kleinen Gruppen nach Möglichkeit mit den den Kindern bekannten Fachkräften in den gewohnten Räumlichkeiten stattfinden (Empfehlung: Umfang von 10 bis 15 Prozent der regulären Gruppengröße).

Baumärkte dürfen Privatkunden beliefern

Wegen der Corona-Krise dürfen viele Geschäfte nicht mehr öffnen. Einschränkungen gelten auch für Baumärkte und Gartencenter. Sie dürfen in ihren Räumen und auf ihren Betriebsflächen keine Privatkunden mehr bedienen; geöffnet haben dürfen sie nur noch für Gewerbekunden.

Allerdings bleibt ein Außer-Haus-Verkauf weiterhin möglich, wie der Landkreis Leer in einer Pressemitteilung betont. Privatkunden können also bei Baumärkten, Baustoffhändlern und Gartencentern telefonisch oder online Ware bestellen und sich nach Hause liefern lassen. Möglich ist auch, dass die Betriebe die bestellten Artikel außerhalb der Geschäftsräume zur Abholung bereitstellen.

Bei der Abholung von Waren ist allerdings auf die Einhaltung der geltenden Regeln zu achten. Menschenansammlungen müssen vermieden werden, der Mindestabstand zwischen Personen von anderthalb Metern sollte gewahrt bleiben. Die Betriebe haben zur Wahrung dieser Regelungen entsprechende Vorkehrungen zu treffen, zum Beispiel Abstandslinien auf dem Boden, kontaktlose Abholung.

Osterfeuer sind dieses Jahr untersagt

Die Ausbreitung des Coronavirus zwingt zu Einschränkungen im öffentlichen Leben – und davon ist auch das Brauchtum betroffen: Die Ostfriesen werden in diesem Jahr aufs Osterfeuer verzichten müssen. „Es dürfen grundsätzlich keine Osterfeuer abgebrannt werden“, teilt dazu der Landkreis Leer mit. Das gilt für öffentliche wie private Osterfeuer. Die Ordnungsbehörden werden die Einhaltung des Verbots kontrollieren.

Grundlage ist die Allgemeinverfügung des niedersächsischen Gesundheitsministeriums vom 22. März. Diese untersagt vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie Zusammenkünfte von mehr als zwei Personen in der Öffentlichkeit. Und bei Osterfeuern, die von Einzelpersonen abgebrannt werden, handelt es sich nicht um Brauchtumspflege, so dass auch in solchen Fällen das Abbrennen untersagt ist.

Landrat Matthias Groote bittet die Bevölkerung um Verständnis: „Osterfeuer haben in Ostfriesland Tradition. Aber wenn wir die Ausbreitung des Coronavirus eindämmen wollen, dürfen wir solche Veranstaltungen derzeit nicht stattfinden lassen. Es sind schmerzliche Eingriffe, das ist uns allen bewusst. Aber sie sind in der jetzigen Lage absolut erforderlich, um die Gesundheit zu schützen. Halten Sie sich bitte daran.“

Osterfeuer sind grundsätzlich nur als Brauchtum zulässig. Nach Ostern dürfen sie nicht mehr abgebrannt werden. Wenn Osterfeuer bereits aufgeschichtet worden sind, ergeben sich derzeit diese Möglichkeiten: 

  • Die Haufen können liegen bleiben und dann zu Ostern 2021 abgebrannt werden. Wichtig ist, die Bestimmungen des Artenschutzes zu beachten, also die Haufen nach der Winterruhe der Tiere umzuschichten.

  • Sofern die Haufen dort stören, wo sie aktuell liegen, können sie umgeschichtet werden – zum Beispiel an den Feldrand. Sollten in den Haufen aber bereits Tiere Unterschlupf gefunden haben oder brüten, muss das Ende der Brut- und Setzzeit abgewartet werden, das ist der 15. Juli.

  • Der aufgeschichtete Baum- und Strauchschnitt kann entsorgt werden, sobald die Wertstoffhöfe im Landkreis Leer wieder geöffnet haben. Wegen der Corona-Pandemie sind sie derzeit bis auf Weiteres geschlossen.

Corona-Fälle im Landkreis Leer

Kommune

Anzahl

 Stadt Borkum  1
 Stadt Leer  5
 Stadt Weener  3
 Gemeinde Bunde  2
 Gemeinde Jemgum  0
 Gemeinde Moormerland  5
 Gemeinde Ostrhauderfehn  6
 Gemeinde Rhauderfehn  5
 Gemeinde Uplengen  1
 Gemeinde Westoverledingen  4
 Samtgemeinde Hesel  4
 Samtgemeinde Jümme  2
Bestätigte Fälle

 38

 ... davon infizierte Personen  32
 ... davon genesene Personen  5
 ... davon verstorbene Personen  1
Menschen in Quarantäne  137

Ein 66-jähriger Mann aus dem Kreisgebiet verstarb am 21. März im Krankenhaus an den Folgen der Lungenkrankheit Covid 19, die durch das Coronavirus ausgelöst wird. Er hatte eine schwere Vorerkrankung.

Eine Patientin der 27 Infizierten befindet sich weiterhin in stationärer Behandlung. Für alle Fälle wurden/werden die Kontaktpersonen schnellstmöglich ermittelt.

Sofern es sich um Kontaktpersonen handelt, die laut Robert-Koch-Institut zur 1. Kategorieebene zählen, wird bei diesen Personen eine Verfügung erlassen. Heißt: Quarantäne und ein Fiebertagebuch angeordnet. 


Bürgertelefon

Das Gesundheitsamt hat ein Infotelefon eingerichtet, das derzeit montags bis freitags von 8 Uhr bis 17 Uhr sowie samstags und sonntags von 9 bis 15 Uhr besetzt ist:

  • 0491 926 4545

Der Landkreis Leer bittet um Verständnis dafür, dass am Infotelefon keine individuelle medizinische Beratung zum Coronavirus stattfinden kann.

Zusätzlich wurde die Mailadresse corona@lkleer.de eingerichtet.

Sorgentelefon

Damit Menschen in der Corona-Krise ihren wachsenden Ängsten und Sorgen nicht alleine gegenüberstehen müssen, hat der Landkreis Leer ein Sorgentelefon eingerichtet. Geschulte und erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten die telefonische Beratung in (psychischen) Krisen und Belastungssituationen. Sie sind montags bis freitags von 11 bis 17 Uhr erreichbar:

  • 0491 926 4123

Sorgentelefon für Kinder und Jugendliche

Nummer gegen Kummeranonym & kostenlos
Mo.-Sa. von 14-20 Uhr


Informationen für Unternehmen und Selbstständige

Bei Fragen zu den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie können sich Unternehmen an die Wirtschaftsförderung wenden:

Barrierefreie Info in DGS & Leichter Sprache

NDR-Video mit Untertiteln & lautsprachlich Leichter Sprache

www.ndr.de/fernsehen/Coronavirus-Was-Sie-wissen-muessen,corona426.html

Die Beratungsstelle der Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück (HHO) ist nicht für den persönlichen Kontakt geöffnet. Sie können die Beratungsstelle weiterhin über die unten angegebenen Telefon- und Handynummern, per Mail, Fax und Post erreichen:

Frau Heidergott

Tel: 04921 87 16 76
Mobil: 0151 18032751

a.heidergott@os-hho.de

Frau Wouk

Tel: 04921 87 16 74
Mobil: 0151 18032563

c.wouk@os-hho.de

Frau Stracke

Tel: 04921 87 16 77
Mobil: 0151 18032830

s.stracke@os-hho.de 

Herr Vratz

Tel: 04921 87 16 77
Mobil: 0151 18032752 

t.vratz@os-hho.de 

Faxnummer

04921 33 499  

Über den Newsletter der HHO werden Sie über aktuelle Entwicklungen informiert:
https://www.os-hho.de/beratungsstelle-hho/beratungsstelle-fuer-hoergeschaedigte-menschen/newsletter-anmeldung/

Die Unabhängige Teilhabeberatung (EUTB) durch Elke Hartmann-Frey erfolgt über Telefon, SMS oder Email montags bis freitags von 9:00-17:00 Uhr:

Elke Hartmann-Frey

Mobil 0172 1382956

elke.hartmann-frey@teilhabeberatung-ostfriesland.de


Das Bundesministerium für Gesundheit bietet folgenden Beratungsservice für Gehörlose und Hörgeschädigte:

Informationen in Leichter Sprache und Gebärdensprache:

Aktion Mensch:
Unter www.aktion-mensch.de/corona-infoseite finden Menschen, die aufgrund von Einschränkungen beim Sehen, Hören oder Verstehen auf eine besondere Aufbereitung der derzeitigen Ereignisse angewiesen sind, eine Übersicht über barrierefreie Informationsangebote zum Corona-Virus und den lebensnotwendigen Sicherheitsmaßnahmen, die damit verbunden sind. Die Informationsübersicht wird fortlaufend aktualisiert.

Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN):
Auch die KVN stellt den stellt Informationen in Gebärdensprache und leichter Sprache ins Netz. Über den Link  https://www.116117.de/de/gebaerdensprache.php erhalten Hörgeschädigte aktuelle Infos zum Coronavirus in Gebärdensprache, außerdem enthält die Seite weitere Servicenummern für Hörgeschädigte.

Coronavirus - explained in several languages

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung hat auf ihrer Internetseite umfangreiche Informationen zum Coronavirus in verschiedenen Sprachen veröffentlicht. Die Informationen werden laufend erweitert und aktualisiert.

| English/Englisch | Türkçe/Türkisch | Polski/Polnisch |
| Français/Französisch | Italiano/Italienisch  | ελληνικά/Griechisch |
| Hrvatski/Kroatisch | Română / Rumänisch | Български/Bulgarisch |
| فارسی/Persisch | 中文语言/Chinesisch | عربي/Arabisch |

The Federal Government's Integration Commissioner has published extensive information on the corona virus in various languages ​​on its website. The information is continuously expanded and updated:

www.integrationsbeauftragte.de/ib-de/informationen-zum-coronavirus

Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ)

Das Robert-Koch-Institut, die oberste Gesundheitsbehörde, hat ein FAQ zum aktuellen Coronavirus entwickelt. Die Kreisverwaltung ergänzt mit wichtigen Hinweisen und Videos.

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Was sind Coronaviren?

Seit Ende 2019 sind in China, insbesondere in der zentral-chinesischen Provinz Hubei, vermehrt Fälle von Atemwegserkrankungen durch ein neuartiges Coronavirus aufgetreten. In Europa und in Deutschland traten seit Anfang 2020 Einzelfälle und regional abgegrenzte Häufungen von Infektionen (z. B. in einigen Gebieten in Norditalien) auf.

Der erste in Niedersachsen aufgetretene Fall wurde am 29.02.2020 bestätigt, der erste Fall im Landkreis Leer am 04.03.2020.

Coronaviren wurden erstmals Mitte der 60er Jahre identifiziert. Sie können sowohl Menschen als auch verschiedene Tiere infizieren, darunter Vögel und Säugetiere. Coronaviren verursachen in Menschen verschiedene Krankheiten, von gewöhnlichen Erkältungen bis hin zu gefährlichen oder sogar potenziell tödlich verlaufenden Krankheiten wie dem Middle East Respiratory Syndrome (MERS) oder dem Severe Acute Respiratory Syndrome (SARS).

Wie wird das neuartige Coronavirus übertragen?

Das neuartige Coronavirus ist von Mensch zu Mensch übertragbar, vor allem über eine Tröpfcheninfektion (durch Anhusten oder Anniesen). Es wurden auch Fälle bekannt, in denen sich Personen bei Betroffenen angesteckt haben, die nur leichte oder unspezifische Symptome gezeigt hatten.

Welche Symptome treten nach einer Infektion auf?

Eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus kann zu Symptomen wie Fieber, trockenem Husten, Schnupfen und Abgeschlagenheit führen, auch über Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen und Schüttelfrost wurde berichtet. Einige Betroffene leiden an Übelkeit und Durchfall.

Die Krankheitsverläufe variieren stark, von schwachen Verläufen bis in Einzelfällen hin zu schweren Pneumonien mit Lungenversagen und Tod.

Anmerkung der Kreisverwaltung:
Stand jetzt verlaufen 80 % aller Infektionen mit dem Coronavirus in Deutschland mild; die Betroffenen zeigen nur leichte Symptome. Bei 14 % ist der Krankheitsverlauf ausgeprägt. Lediglich 6 % aller Krankheitsfälle gehen mit schwerwiegenden Symptomen einher.

Grippe, Erkältung oder Coronavirus?

Wenn Sie Beschwerden wie z.B. Husten, Fieber haben ist das Risiko, dass Sie mit dem Coronavirus infiziert sind, laut Robert Koch-Institut zum aktuellen Zeitpunkt gering.

Viel wahrscheinlicher ist, dass Ihre Beschwerden auf eine Grippe oder Erkältungskrankheit zurückzuführen sind. Um jedoch eine Ausbreitung des neuen Coronavirus auch in Deutschland zu vermeiden, ist es wichtig, dass Sie zunächst zuhause bleiben und sich telefonisch bei ihrem Hausarzt zu melden, um mit ihm das weitere Vorgehen abzuklären.


Eine Erkrankung sollte abgeklärt werden, wenn Sie Atemwegs- oder Allgemeinbeschwerden (z.B. Fieber, starke Abgeschlagenheit) haben

UND

entweder in einem Risikogebiet waren

ODER

Kontakt zu einer Person hatten, die bestätigt am Coronavirus erkrankt ist.

Patientenflyer - Grippe oder Corona? (PDF, 107 kB)

Was tun, wenn Sie befürchten, erkrankt zu sein?

Sollten Personen befürchten, mit dem neuen Coronavirus infiziert zu sein, wird dringend gebeten, zunächst telefonisch mit dem behandelnden Arzt (Hausarzt) Kontakt aufzunehmen, um den Verdacht und das weitere Vorgehen in einem Telefongespräch abzuklären. Außerhalb der Sprechzeiten des Hausarztes ist der kassenärztliche Notdienst unter 116117 erreichbar. Nur bei schwerwiegenden Krankheitssymptomen ist der Rettungsdienst 112, unter Angabe der Verdachtsdiagnose zu rufen!

Auf keinen Fall sollten von den Betroffenen direkt Arztpraxen oder Notfallaufnahmen von Krankenhäusern aufgesucht werden. Hierdurch soll eine mögliche Übertragung auf weitere Personen vermieden werden.

 Als Verdachtspersonen gelten Personen mit Atemwegssymptomen, die in den letzten 2 Wochen in einem Risikogebiet waren oder Kontakt zu einer Person hatten, die bestätigt am Coronavirus erkrankt ist.

Wie kann man sich vor einer Ansteckung schützen?

Generell sollten Menschen, die an einer Atemwegserkrankung leiden, nach Möglichkeit zu Hause bleiben. Wie bei Influenza und anderen akuten Atemwegsinfektionen gilt ansonsten: Beachten Sie die sogenannte Husten- und Niesetikette.

  • Husten und niesen Sie in die Armbeuge und nicht in die Hand.
  • Achten Sie auf eine ausreichende Handhygiene (Das Händewaschen mit Seife reicht vollkommen aus).
  • Verzichten Sie zur Begrüßung auf das Händeschütteln.
  • Halten Sie Abstand zu Erkrankten (1 bis 2 Meter).

Diese Maßnahmen sind auch in Anbetracht der Grippewelle überall und jederzeit angeraten.


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Was sind die aktuellen Risikogebiete und Fallzahlen?

Aktuelle Fallzahlen, betroffene Länder und Informationen zu Risikogebieten sind unter www.rki.de/covid-19-risikogebiete und www.rki.de/covid-19-fallzahlen zu finden.


Weitere Antworten auf häufig gestellte Fragen zum neuartigen Coronavirus erhalten Bürgerinnen und Bürger auf der Seite des Robert Koch Instituts.

Das Robert Koch Institut (RKI) ist die zentrale Einrichtung der Bundesregierung auf dem Gebiet der Krankheitsüberwachung und -prävention. Es erfasst kontinuierlich die aktuelle Lage beim Coronavirus, bewertet alle Informationen und schätzt das Risiko für die Bevölkerung in Deutschland ein: www.rki.de 


Hinweise für Einrichtungen & medizinisches Personal

Das Land Niedersachsen hat für Unternehmen, Schulen, Rettungsdienste und weitere Einrichtungen detaillierte Informationen ausgearbeitet und auf der Seite www.niedersachsen.de/Coronavirus zusammengefasst.

Screenshot Coronavirus Webseite Niedersachsen